PRODUKTION 2010
«König Artus»
Trio. Entstanden in Salzburg, Premiere: tanz_house Festival 2010
Eines Tages wird die Utopie einer freien und gerechten Welt ohne Krieg und Gewalt Wirklichkeit werden… oder?
PerformerInnen: Tomaz Simatovic, Viviana Escalé, Markus Kofler
Originalkomposition: Thierry Zaboitzeff, Lichtdesign: Peter Thalhamer
Choreografie, Regie: Editta Braun, Textmontage: Gerda Poschmann-Reichenau
Textmontage basierend auf T.H.Whites vierbändiger Romanadaption nach Thomas Malory;
Spurenelemente aus Tankred Dorst: Merlin; Originalbeitrag von Josef Wittmann
PRODUKTION 2011
« schluss mit kunst »
Wir versuchen es mehr oder weniger beherzt seit Jahrhunderten - können die Künste nur irgendwie
signifikant helfen, die Welt zu verändern? Mitnichten. Wollten wir doch nie. Oder doch? Ein wenig?
Eine kleine, geheime Hoffnung?
Schluss mit Kunst. Platz dem Agitprop.
Wir befinden uns heute in einer historisch einmaligen Situation. Die Dramatik birgt zum ersten Mal
seit langer Zeit auch wieder Hoffnung in sich.
Bruchlinien treten zu Tage, stülpen sich nach außen: Mehrere globale Krisen überlagern sich, überschneiden
und vertiefen einander. Klimawandel, Migrationsströme, Finanzkrise, Vermüllung, Artensterben
- Schlagwörter. Wörter, die uns erschlagen. Realitäten, die erschlagen. Ineinander verzahnt.
Ohnmacht oder Aktion. Weghören oder runterschlucken.
Uns geht die Zeit aus. Vielleicht hat auch die Kunst keine Zeit mehr, verschlüsselte, verhübschte oder
verquere Botschaften zu senden, die die Zuschauerschaft müde und mühsam zu entziffern versucht.
Oder auch nicht versucht, da ja vorwiegend die Form, die Verpackung, und nicht der Inhalt
diskutiert wird. Vielleicht sollten wir es nun wieder trennen. Lass uns agitieren und dann verwöhnen.
Nicht vermischt, hintereinander.
"schluss mit kunst": das neue Stück der editta braun company spielt mit offenen Karten, sie unterhält
mit Poesie und tänzerischer Brillianz, unterbricht immer wieder das Verwöhnprogramm und liefert
vernünftige und unvernünftige Brandreden über den Zustand unseres Planeten. CO2-Reduktion
um 95%, Wirtschaftsschrumpfung anstatt Wirschaftswachstum, Eindämmung der Bevölkerungsexplosion
durch terroristische Attentate, Relativierung der Demokratie, Dominanz des Eigenutzes. Platz
den Eisbären und Pandas!
Tanz, Schauspiel:
Tomaz Simatovic
Manel Salas
Silke Grabinger
Andrea Maria Handler
Choreografische Regie, Konzeption: Editta Braun in Zusammenarbeit mit dem Team
Textbearbeitung, Dramaturgie, Coaching: Gerda Poschmann-Reichenau
Komposition: Thierry Zaboitzeff
Lichtdesign: N.N.
Premiere: 4.+5.+6+7. Oktober 2011
Eine Koproduktion mit der ARGEkultur Salzburg
(tanz_house herbst)
last update
august 2010