«Miniaturen»
"... Zuseher mit frauenphobischen Anwandlungen sollten besser abhauen, denn Editta Braun lässt ihre Alpträume wahr werden. Mit einer Mischung aus ironischem, energetischem und explosivem Bewegungsmaterial attackiert sie - zügellos und von allen Seiten - mit Witz und Erotik. Neun Frauen und zwölf Wintermþntel machen sich daran verschiedene emotionale Zustände auseinanderzunehmen - kühl, hart, schön, lustvoll. Unterstützt werden sie dabei von ergreifender Live-Musik von Thierry Zaboitzeff und seiner Band ... Die Bilder sind reich an Assoziationen, die Atmosphäre immer authentisch, gefährlich, aber nie zu ernst. Als tanzende Teufel marschieren sie in Schwefelschwaden auf, als Mafiafrauen in Stöckelschuhen verbergen sie ihr "hässliches Entlein". Auf einem Friedhof wurde noch nie so blasphemisch herumgetrampelt, und noch soviele Mantelschichten können die darunteriegende physische Energie nicht verbergen. Diese Frauen fühlen sich beängstigend so sinnlich zu sein."
Katja Werner in "Dance Europe", London
"Kollektive Individualistinnen. Mit einem Feuerwerk an tänzerischem Expressionismus und optischen Effekten begeisterte die Editta Braun Company aus Hallein am Donnerstag in der Szene die Besucher des Festivals "salzburg/tanz99" ... Atemberaubend, mit welchem Tempo sie den Bühnenraum ausfüllen. Wo zu Beginn des Abends noch im Gleichklang getanzt wird, tritt die einzelne Frau immer wieder - oft den Schalk im Nacken - aus der Masse hervor, nimmt Raum, um anschlie§end wieder in das Meer der rasenden Körper einzutauchen ... Passend zum Stück komponierte der gebürtige Franzose Thierry Zaboïtzeff bald monströs, bald verträumt anmutenden Klänge ... "Miniaturen" ist ein Leckerbissen choreographischer Schlagfertigkeit. "
Robert Haimerl in Salzburger Volkszeitung
«India»
Verwirrend schöne Annäherung der Kulturen: Editta Braun auf der Suche nach ihrem Indien ... Editta Braun hat einen
Spagat gewagt und gewonnen. Kulturen zu verbinden ist schwierig, sie beläßt es bei der Annäherung und vermeidet
so die Vergewaltigung. Der Tanz ist perfekt, die Bilder berauschend schön, und die Musik von Thierry Zaboïtzeff schafft
die Klangwelt beider Kulturen, indem sie sie neu zu erfinden scheint.
Bert Berger im internet
«Heartbeat - concerto for dance & music, op. 1»
"Bestechend schöne Bilder, gekonnte Musik, dazu perfekte Körperbeherrschung, millimetergenauer Tanz. "
Meinrad Rahofer in Salzburger Volkszeitung
«Titiania. Suchbild in Bewegung zu Sisi, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn»
"Eine intensive Stunde zutiefst weiblicher Prägung. "
Frieda Stank in Neue Kronenzeitung, Wien
«Voyage à Napoli»
"Ein liebevolles wie kraftvolles Potpourri der Körper mit wundervoll pan-optischen Momenten." Ilse Retzek in Oberösterreichische Nachrichten, Linz
"Ein Fest des Lichtes, der Bilder, der Bewegung, kongenial von der Musik befeuert." Hans Langwallner in Neue Kronenzeitung, Wien
«La vie, c’est contagieux»
"Sie ist ganz Feuer, steht in Flammen, umarmt das Leben mit beiden Armen .... Ein subtiles, tief gefühltes Werk,
das sowohl seinen Interpreten als auch der Choreographin Ehre macht. "
J.M. Gourreau in Les Saisons de La Danse , Paris
"Le Le credo de Jean Babilée ... Editta Braun praktiziert eine Form des expressionistischen Tanzes, der in seiner
Kraft und Weichheit einzigartig ist, ein Tanz des Leidenschaft ..."
Gilberte Cournand in Les Saisons de la Danse, Paris
"Eine Art Liebeserklärung, romantisch, gefühlsbetont und voll ehrlicher Offenheit. Einfach wunderschön."
Ilse Retzek in Oberösterreichische Nachrichten, Linz
"Monsieur Jean Babilée! ... Mit ihrem athletisch-kraftvollen und explodierenden Tanzstil wirkt Editta Braun unmittelbar. Respektvoll darin einverwoben: Babilée, der Große, in sich Ruhende. "
Andrea Amort in Kurier, Wien
«Collision»
".. expressiv-erotisches Tanztheater in den Polen von ekstatischer Liebe und
brutalem Haß ... - eine schlichtweg großartige Performance. Stefan Weber in Salzburger Volkszeitung
Wunderbar getanzt, voller neuer Ansþtze in Bewegung und Expressivität. "
Gilles Kraemer in Progrès Dimanche du Caire, Ägypten
"Ein atemberaubendes Tanzstück, man sitzt wie auf Nadeln, ist auf jeden nächsten Moment,
auf jede nächste Bewegung gespannt. "
Jeanne Dumont in Luxemburger Wort
"Bilder von unglaublicher Stärke, in denen die Sehnsucht sich mit der Angst vermischt, die Konzentration
ihresgleichen nur in der Kraft der Gestik findet, die Ehrlichkeit der Gefähle den Zuschauer zum Voyeur werden läßt."
J.M. Gourreau in Les Saisons de La Danse , Paris
«Materialien für Tanz & Musik»
"Editta Braun hat den Teufel im Leib und besitzt jene Art von dosierter Unverschämtheit, die Sympathien anzieht. Ihr Tanz basiert ebenso auf Verlagen, auf Lebendigkeit und Energie, als auch auf Schalkhaftigkeit und Witz. Sie ist schlagfertig, ohne da§ ihr das Lachen auskommt."
Jean-Marie Gourreau in Les saisons de la danse , Paris
Wo die Angst auf sechs Beinen umgeht: "Übergriffig, fordernd, ja schon. Aber obwohl Angst das Thema ist, ist es alles andere als ein bedrückender Abend. Wenn es auch Szenen gibt, in denen die drei Tänzer/Schauspieler in gewagten Bewegungsfolgen einander gegenseitig rabiat an die Wände knallen, so ist die Handschrift dieses Abends insgesamt locker, und die Selbstironie kommt eben so wenig zu kurz wie die leise Poesie. Angst: Das ist ja oft etwas durch und durch Irreales. Oder etwas selbst Produziertes, gewollt oder ungewollt, als "Kick" oder als Reflex auf vage Ahnungen. ... Man kann sich eine Stunde lang ehrlich freuen über die Spannung aus unterschiedlichen tänzerischen Sprachen, Annäherungen ans Thema. Und darüber, wie rund das in Summe gefasst ist."
Reinhard Kriechbaum in Drehpunkt Kultur, 24. September 2009
«Wenn ich einmal tot bin, komme ich ins Paradies»
"Ein Anfang und ein Ende wie bei James Camerons Terminator: Ein Lichtkegel wirft den (die) Menschen auf die Erde, ein Lichtkegel nimmt
am Ende des Lebens den (die) Menschen ins Paradies. Oder eben dort hin, wo die Lichtquelle ihren Ursprung hat. Alle Menschen? Nein, der
Glatzkopf und die Nonnen scheitern am Ende. Die Nonnen, weil zu klein, um zur Paradiesklingel zu reichen. Und er? ... Jedenfalls ist der Fantasie wieder einmal keine Grenze gesetzt ... Die Bühne, schwarz, schlicht, erzeugt eine bedrückende Laboratmosphäre ohne Hoffnung, ohne Ausgang. Die Produktion kennt keine Tabus und bei so mancher Szene bleibt einem angesichts der tagespolitischen Ereignisse das Lachen im Hals stecken."
Thomas Gruber in Drehpunkt Kultur, Oktober 2008
«Abseits»
Zustandsbilder der Angst: "Editta Braun ... hat einen konzisen und zugleich lockeren, brutalen und zugleich pointiert-witzigen Kommentar zu einem Lebensgefühl abgegeben. Die Dichte, Direktheit, die in den Tänzern schweißtreibend aufgeladene Körperpräsenz erfährt, hat unmittelbare Kraft. "Abseits" ist so gesehen mittendrin - und somit ein sinniges, sinnliches, nach vorn gerichtetes Geburtstagsgeschenk (zu 20 Jahre editta braun company)".
Karl Harb in Salzburger Nachrichten, 25. September 2009
Getanzte Angstzustände: "Aggressiv knallen die beiden Männer ihre Partnerin an die Wand. Dann "strippen" sie in einer TV-Show, in der über Ängste geredet wird. Später muss der eine dem anderen auf den Kopf springen - es geht um Folter und Repression. Dann verknäulen sich die Körper. Die Menschen rücken zusammen, weil Bomben geworfen werden. Tomaz Simatovic,
Anna Maria Müller und Juan Dante Murillo Bobadilla sind die Akteure des Abends. Alle drei spielen, tanzen, reden, kämpfen und bangen auf hohem künstlerischen und sportlichen Niveau. Editta Brauns Stück ist keine persönliche Version der erregten Unlust. Es ist eine in der Gruppe erarbeitete, kollektive Vorstellung von Bedrohlichkeit. Jeder der drei Tänzer sowie zusätzlich auch andere, mit der Company verbundene Choreographen haben "Stille Post" ... gespielt und verschiedene Aspekte der Angst zu einem Ganzen zusammengefügt. Es spricht für die Vertrautheit und Geschlossenheit der Editta Braun Company, dass die individuellen Ideen am Ende ein homogenes Stück ergeben. Die verbindende Klammer dabei ist ein schelmisches Augenzwinkern. Ja, der Humor durchzieht die meisten Arbeiten dieser zu den international renommiertesten Performern Österreichs zählenden Choreographin".
Christoph Lindenbauer für APA (Austrian Press Agency), 25. September 2009
«Coppercity 1001»
"Die Verbindung von Poesie und Gewalt, Zartheit und Rohheit ist exzellent gelungen. Wir brauchen hier dringend solche Arbeiten."
Jawad Al Assadi, Regisseur und Autor, Babeltheater Beirut
"Ein mit Körpern realisiertes Gemälde, das in allen Details zu uns spricht".
Jamil Khadr in der jordanischen Tageszeitung Alghad
"Coppercity 1001 bearbeitet auf außergewöhnliche Weise das Thema der Gewalt,
ein für die arabische Welt wirklich wichtiges Stück."
Prof. Akeel M. Yousif, Theaterabteilung des College of Fine Arts, Bagdad
"1001 Nacht muss Sherazade Geschichten erzählen, um ihr Leben zu retten. Eine davon war über die Kupferstadt. Diese Erzählung der Sherazade nimmt Editta Braun, eine der interessantesten Choreographinnen Österreichs, als Basis für ihre Tanz-Theater-Sprech-Produktion, die sie mit dem Ägyptischen Schauspieler Mahmoud Aboudoma initiiert und entwickelt hat: (...) Entstanden ist eine Ost-West-Begegnung, die sehr selbstverständlich wirkt: in der Mehrsprachigkeit, in der Besetzung der Akteure sowieso weltumspannend, und in der Musik von Thierry Zaboitzeff, der harmonisierende Weltmusik komponiert hat zu diesem bilderstarken Theater zwischen Gruselfilm, Märchenpoesie und geheimnisvollem Mythos ... "
Silvia Nagl in Oberösterreichische Nachrichten, Oktober 2007
«Matches of Time»
"Auf humorvolle, augenzwinkernde, witzige Art agiert das vierköpfige, kraftvolle, ausdrucksstarke und auch schaupielerisch begabte Ensemble - verstärkt durch Studentinnen der Linzer Bruckner-Uni - auf der Bühne. Komponist Thierry Zaboitzeff hat, ausgehend vom monotonen Ticken einer Uhr, satte Klangteppiche gewoben. Eine straffe und klar umgesetzte Erzählung über das Leben, das viel zu schnell dahinrast. Und - eine schöne Metapher dieser Produktion - das Alter (mit Maske und zittrigem Körper) ist ständig präsent und schneller da, als wir das glauben (wollen)."
Silvia Nagl in Oberösterreichische Nachrichten, März 2007
„Im Spannungsfeld zwischen Gehetztsein und Verzögerung, fremdbestimmter und eigener Gestaltung des persönlichen “Zeitguthabens” agiert das Ensemble (...) mit großer tänzerischer Präzision zur Musik von Thierry Zaboitzeff, die das Thema nie vordergründig austariert.eas Thema e das Thema nier
Neues Volksblatt, März 2007
„Ein gelunger Abend mit der editta braun company!
Tanztheater ist oft für sich selbst gezimmert und kümmert sich wenig darum, dass es auch Themen gibt, die sich lohnen, auf der Bühne zu zeigen. Editta Braun und Rebecca Murgi haben sich nicht gescheut, dem Tanz auch eine Erzählung zu geben. (...) Dem Hype der Jugend wird auch das gebrechliche Alter gegenübergestellt - oder die Einsamkeit. Erst bei Nacht, wenn dann endlich alles zur Ruhe kommt, ist auch Platz zum Träumen. Eine Klasse für sich: die Musik von Thierry Zaboitzeff. Ein gelungener Abend!”
Kronen Zeitung, März 2007
«oXalis»
"Eine "Moral" kennt die Geschichte nicht, dafür aber umso markantere, ausdrucksintensive Tanzkunst. Editta Braun gebietet über ein Quintett starker Persönlichkeiten, die die Figuren in packende, dabei nie vordergründig plakative Körpersprache übersetzen. Kraft und Geschmeidigkeit, Energie und Eleganz schöpft die Szene allein aus tänzerisch-choreografischen Mitteln. Damit gelingt eine sinnlich-intensive Verdichtung eines an sich eher banalen szenischen Plots: eine Stunde, die den Blick bannt."
Karl Harb in Salzburger Nachrichten, November 2005
«Eurydike»
".....die kraftvolle, strenge, kantige, dann wieder geschmeidig-weiche und zerbrechliche Choreografie gibt den Figuren zusätzlich Charakter. Der Tanz-Vierer ist von allerhöchster Güte und Intensität."
Silvia Nagl in Oberösterreichische Nachrichten, September 2004
«Luvos, vol. 2»
... Run auf die Kasse! Eine halbe Stunde nach geplantem Beginn zog sich noch die Warteschlange der Tanzneugierigen lang über den Völkermarkter Ring. Doch die Geduld der dann wie Sardinen geschlichteten Fans wurde belohnt: Österreichs derzeit wohl interessanteste Choreographin entführt mit "Luvos. Vol. 2" in eine wahrhaft schöne, neue Welt. Wie von unsichtbaren Wellen getrieben, lassen die fünf nackten, auf leuchtend rotem Sand liegenden und rollenden Tþnzerinnen aus ihren Beinen neue Wesen wachsen (einfach hervorragend in Technik und Ausdruck: Barbara Motschiunik, Übrigens Kärntnerin; Lisa Hinterreithner, Ulrike Hager, Sabile Rasiti und Mata Sakka). Bleiche Krabbentiere, die alsbald seitwþrts durch den Raum streben, sich finden, paaren und - neues Gewürm gebären, aus dem neue Wesen schlüpfen... Vision einer bei aller Schönheit und Erotik gefährlichen Kunstwelt, ein unheimliches (Gen)Manipulationsspiel, das nicht zuletzt durch die betörende Musik (von Thierry Zaboitzeff) und raffiniertes Lichtdesign (von Thomas Hinterberger) tief unter die Haut geht.
Andrea Hein in Neue Kronenzeitung, Klagenfurt, Juli 2001
“... Dann kommt die Salzburger Editta Braun Company”, und fünf humnoide Frauen verwandeln sich ohne Kostümierung in Wesen, wie sie die irdische Evolution bisher nicht gekannt hat. “Luvos, vol. 2” heißt die Augenöffner-Choreographie ... Was die fünf Darstellerinnen zeigen, ist so seltsam und schön, dass man diese Bilder nie wieder vergisst. ... Es ist ein merkwürdiger Zauber, der von diesen Wesen ausgeht, das sind mysteriöse Lebenszeichen fremder, bodennah lebender Arten. Woher sie stammen, ist der Fantasie der Zuschauer überlassen: von einem anderen Stern, aus dem Genlabor oder aus Traumlandschaften. ... “Luvos, vo. 2” ist vital und atheltisch, betörend sinnlich, manchmal erotisch, manchmal verstörend, immer faszinierend. ... Das Publikum war begeistert.”
Anke Gronewold in Neue Westfälische, Bielefeld, August 2003
10 Jahre editta braun company
“... Editta Brauns Tanzstücke, konzpetuell oft bis ins Detail be- und durchdacht, entlassen uns dennoch selten mit intellektualisierten Botschaften, sondern vielmehr mit einem neu gespürten expressiven Lebens- und Körpergefühl, einem, das Körper wie Kopf als Ganzes begreift.”
Joey Wimplinger für Top of Salzburg, Jänner 2000
"Die Löwenbändigerin ... Das ist eine der Stärken von Braun, immer weiter zu gehen und nicht stehenzubleiben. Oft hat sie das an die Grenzen geführt ... "Mich fasziniert die Körperlichkeit und Kraft, das intensive Live-Erleben, auch die Schönheit. Tanz kann, wenn es gute Interpreten sind, eine Magie des Unbenennbaren haben. Eine ätherische Kraft, vielseitig und vielfältig. Tanz ist im Endeffekt das Mittel zum Zweck, um Menschen zu berühren und erreichen zu können". Das zeigt sich in all ihren Arbeiten wie ein Stück Lebensweisheit, die uns Antoine de Saint-Exup?ry mit auf den Weg gegeben hat: "Man sieht nur mit dem dem Herzen gut."
Letzten Endes ist dies die einzige Wahrheit.
Ilse Retzek in "tanzaffiche", Juni 2000
"Sie ist die Grande Dame des zeitgenössischen Tanztheaters made in Salzburg. Seit zehn Jahren beeindruckt und berüht die zweiundvierzigjährige Tänzerin und Choreographin Editta Braun mit ihren Arbeiten. Neugieriges Hinter-die-Fassade-Blicken, das Vermögen, den Zuschauer in ein poetisches Paralleluniversum zu entführen, unbändige Fantasie und ein Schuss augenzwinkernde Gesellschaftskritik da und dort zu einem eigenwilligen Kunst-Werk werden zu lassen..."
Heidrun Hofstetter in "tanzaffiche", August/September 2000
«manifest»
„In der Folge konterkariert Braun das diskursive Elaborat des Soziologen mit ihrer expressiven Körpersprache, bis der westliche Wissenschafter am Boden ringend seinen Text weiterröchelt. Er hat es nicht leicht, kommt doch der Afrikaner (Ibrahima Sene) ins Geschehen dazu, und irritiert dadurch, dass er anstelle des erwarteten Afro-Tanzes eher Deutungen fernöstlicher Bewegungssysteme unternimmt, Tai Chi etwa, oder in seiner Sprache auf den Soziologen einredet. Konfrontationen dreier Entitäten, der europäische, desillusionierte Rationalist, der animistisch-spirituelle Afrikaner und die
kosmopolitische Frau, deren Ausdruck die Körpersprache is“.
Austrian Press Agency, Mai 2003
«Nebensonnen»
"Sie sind behütend, streng, zärtlich, verständnisvoll, manchmal aber auch das Ende der eigenen Welt: Mütter, Quell des Lebens, Mittelpunkt von Liebe und Hass. Das gebündelte Universum am Beginn einer Einbahnstraße, für die Choreografin Editta Braun auch "Nebensonnen", die uns ein Leben begleiten. Die Uraufführung des gleichnamigen Stückes ... wurde im Salzburger Stadtkinosaal heftig beklatscht. Nicht zu unrecht, denn Braun ist eine tiefgründige Liebeserklärung gelungen. Sensibel, berührend, auf jene Kleinigkeiten bedacht, die Töchtern das Leben zur Hölle machen können, wenn man zu alt ist, den Himmel zu ertragen. Zu Beginn betritt Braun selbst die Bühne im langen, wallenden Kleid. Darunter versteckt jenes nackte Bündel Mensch, das sie kraftvoll taumelnd gebþren wird. Eine Szene, die unter die Haut geht. Getragen nicht nur von den wundervollen Bewegungsablþufen, sondern auch von der starken Musik Thierry Zaboitzeffs, der diesmal hauptsächlich auf Klavier setzt ... Ein selten schöner Abend."
Ilse Retzek in "Oberösterreichische Nachrichten", Linz 2000
last update
february 2010